Ein Türelement besteht aus der Tür (auch Türblatt oder Türflügel genannt) und der Zarge (auch als Türfutter, Türrahmen oder Türstock bezeichnet). Die bekannteste Ausführung ist die Drehflügelausführung, d.h. die einseitige Aufhängung der Tür an der Zarge an Türbändern. Man unterscheidet noch weitere Ausführungen wie Schiebetüren (in oder vor der Wand laufend) oder Windfangelemente und sehr individuelle Ausführungen wie Pendeltüren, Karusselltüren, Stichbogen, Rundbogen- oder Korbbogentüren. Alle Varianten können jeweils in 1-flügeliger oder 2-flügeliger Ausfertigung angeboten werden.
Türblätter aus Holzwerkstoffen für den privaten Bereich sind ca. 40 mm stark und in gefälzter als auch in stumpfer (= flächenbündig) Ausführung erhältlich. Die gängigste Ausführung ist das gefälzte Türblatt. Als Tür - Einlagen werden die Wabenzelle, der Röhrenspansteg, die Röhrenspanplatte und die Vollspan- sowie mehrschichtige Vollspanplatte verwendet. Diese Einlagen sorgen je nach Anforderung für einen erhöhten Schallschutz, Klimaschutz, Einbruchschutz sowie für ein verbessertes Stehvermögen.
Zargen (auch als Türfutter, Türrahmen oder Türstock bezeichnet) werden aus Holz oder Holzwerkstoffen (Span, MDF oder Massivholz) als mauerumfassende Ausführung angeboten. Die Umfasungszargen bestehen aus dem Futterbrett (verkleidet die Maueröffnung innen) und den Bekleidungen (liegen auf der Wand auf). Bekleidungen gibt es in verschiedenen Breiten und unterschiedlichen Formen. Darüber hinaus gibt es Sonderausführungen wie Blockzargen oder Blendrahmen.
Die Verbindung zwischen Tür und Zarge erfolgt durch Türbänder (auch Scharniere oder Fitschen genannt). Sie sind in der Regel zweiteilig, d.h. das Flügelteil (z.B. Bandoberteil V0020) befindet sich eingedreht in der Tür und das Rahmenteil (z.B. Bandunterteil V3400) befindet sich der Zarge, befestigt in der Bandtasche. Bei schweren Türen wie Wohnungseingangstüren, Vollholztüren, Holzglastüren (Stollentüren) verwendet man 3-teilige Bänder, bestehend aus dem Flügelteil (z.B. V0026) mit dem Bandmittelteil (z.B. V4400) für die Zarge. Wir empfehlen grundsätzlich bei schweren Türen (Wohnungseingangstüren, Vollholztüren, Holzglastüren und Ganzglastüren) die Zarge zusätzlich auf verstärkte Bandtaschen umzurüsten - damit wird ein Absacken der Tür verhindert.
Zum Türblatt gehört ebenso das eingebaute Schloss. Schlösser gibt es in verschiedenen Ausführungen: BB (Buntbart) für die normale Zimmertür, WC für das Bad/WC und PZ (Profilzylinder) für die Wohnungseingangstür. Die am häufigsten verwendete Schlossart ist der Buntbart (BB); das PZ-Schloss wird vor allem bei Anforderungen an die Sicherheit eingesetzt und bei Bad-/WC-Schlössern verzichtet man auf den Schlüssel. Für das Öffnen und Schließen wird ein Drehriegel betätigt, der im Notfall auch von außen entriegelt werden kann.
Das Türelement (Türblatt und Zarge) gibt es in zwei verschiedenen Anschlagsrichtungen, auch Türöffnungen genannt: DIN links oder DIN rechts. Zur Bestimmung der DIN-Richtung stellt man sich gedanklich so vor das Türblatt, dass die Bänder zu sehen sind (diese sind immer nur von einer Seite sichtbar). Sind die Bänder der geschlossenen Tür linker Hand zu sehen, ist die Tür DIN links angeschlagen; sind die Bänder der geschlossenen Tür rechter Hand zu sehen, ist die Tür DIN rechts angeschlagen.
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